Kategorie Innovation & Technologie - 11. Dezember 2025
Austrian Green Planet Building Awards: Nachhaltiges Bauen österreichischer Unternehmen weltweit gefragt
Zum sechsten Mal wurden gestern die Austrian Green Planet Building (AGPB) Awards verliehen und damit weltweit nachhaltiges Bauen „made in Austria“ gewürdigt. In der Auswahl standen herausragende internationale Bauprojekte mit maßgeblicher österreichischer Beteiligung, die mit ihren Beiträgen zur Energieeffizienz, Ressourcenschonung, Versorgung mit erneuerbaren Energien und Kreislaufwirtschaft auf beeindruckende Weise gezeigt haben, dass nachhaltiges Bauen eine weltweit gefragte österreichische Kernkompetenz ist.
Am gestrigen Mittwoch, 10. Dezember 2025, wurden die AGPB-Awards 2025 in Wien unter anderem im Beisein von Bundesminister Peter Hanke verliehen. Ausgewählte österreichische Planungsbüros, Consultants, Bauunternehmen und Produktionsbetriebe wurden für ihre nachhaltigen Bauprojekte gewürdigt – darunter Gebäude in China, Rumänien, Japan, Deutschland, Israel, Schweiz und der Republik Korea.
Österreich beim nachhaltigen Bauen ganz vorne dabei
„Es freut mich sehr, dass die Innovationskraft österreichischer Unternehmen im Bereich des nachhaltigen Bauens weltweit gefragt ist. Mit Beispielen wie den nun ausgezeichneten Projekten zeigen wir, dass wir rund um den Globus ganz vorne mit dabei sind, wenn es um die Entwicklung und die Errichtung nachhaltiger Gebäude und Siedlungen geht“, so Innovationsminister Peter Hanke.
Die prämierten Projekte sollen gleichzeitig inspirieren und Vorbild sein. Sie stehen für eine Vielfalt an Möglichkeiten, nicht nur mit Blick auf die unterschiedlichen Nutzungstypen und Bauweisen. Nachhaltigkeit, Sparsamkeit und Effizienz im gesamten Lebenszyklus, multifunktionale Nutzung, Re-Use als wichtigster Baustein der Kreislaufwirtschaft, Energieautonomie sowie wertige Materialie.
- © Stefan Schilling
Insgesamt erhielten bereits 42 Gebäude in 25 Ländern den AGPB-Award. Energieeffizienz, die ausschließliche Versorgung mit erneuerbarer Energie und zahlreiche andere Umweltaspekte stehen im Mittelpunkt dieses Awards. Er überträgt zudem Zielsetzungen und Kriterien der nationalen klimaaktiv-Gebäudezertifizierung für die Bau- und Immobilienwirtschaft ins internationale Umfeld.
In Österreich wurden bereits über 1.500 derartige Gebäude errichtet, indem sie die Qualitätskriterien von klimaaktiv, der nationalen Klimaschutzinitiative berücksichtigten. Das Austrian Green Planet Building bringt dieses Know-How in Form einer gemeinsam getragenen Dachmarke des BMIMI, des BMWET sowie von ADVANTAGE AUSTRIA, der Außenwirtschaftsorganisation der Wirtschaftskammer Österreich, in die weite Welt.
Zwei Gebäude erhielten den Austrian Green Planet Building Technology Award:
Austrian Pavillon EXPO25, Osaka, JPN: Die Spiralskulptur überzeugt dank des Prinzips „Schrauben statt Leimen“ nicht nur durch ihre CO₂-Einsparung, sondern auch dadurch, dass sie problemlos demontierbar ist und somit weiterverwendet werden kann.
SZMC Helmsley Cancer Center, Jerusalem, ISR: Das SZMC Helmsley Cancer Center hat die Form eines Schmetterlings, dessen Flügel durch 350 m³ präzisionsgefertigte Brettschichtholzelemente aus Lärche geformt werden.
- © Harel Gilboa
Sechs Gebäude erhielten den Austrian Green Planet Building Award:
UDD NetZero Building Base #1, Taicang, CHN: Chinas erstes Gebäude im Passivhaus Premium Standard überzeugt mit maßgeschneiderten Lösungen im feucht-warmen Klima mit hoher Energieeffizienz.
2226 JED, Schlieren, CHE: Das nach den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft errichtete Bürogebäude ermöglicht mit Low-Tech das 22-26 Prinzip.
Allee der Kosmonauten, Berlin, GER: Im Rahmen der Berliner Schulbauoffensive entstand ein energieeffizienter, hochmoderner Schulcampus der mit großzügigen Außenflächen und umfangreichen Sportanlagen ein perfektes Lernumfeld schafft.
Seoul Photographic Art Museum, Seoul, KOR: Das erste offizielle Museum für Fotographie in Korea beeindruckt nicht nur durch seine markante Architektur, eine österreichisch-koreanische Kooperation – es überzeugt auch mit seinem Fokus auf Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.
Und das trotz der Notwendigkeit hochpräziser Klimazonen für z.B. Lagerräume.
Kellogg’s Bremen, Bremen, GER: Ein eindrucksvolles Vorzeigeprojekt für die Wiederbelebung einer Indstrieruine als Landmark eines Stadtviertels nach Kriterien der Kreislaufwirtschaft und Energieeffizienz.
Civiplex, Timisoara, ROU: Das perfekte Zusammenspiel von Architektur und Haustechnik ermöglicht hohe Energieeffizienz und hochwertigen Komfort für die Mitarbeiter:innen.












