Kategorie Innovation & Technologie - 2. September 2026

60 Millionen Euro für Innovationsprojekte der heimischen Industrie

Der Klima- und Energiefonds hilft Unternehmen und Forschungseinrichtungen dabei, klimaneutrale Produktion in Österreich zu entwickeln und im industriellen Maßstab umzusetzen. Das BMIMI stellt dazu rund 60 Millionen Euro bereit, um mit der FTI-Initiative für die Transformation der Industrie insgesamt 34 innovative Projekte zu unterstützen.

Mehr als drei Viertel der Fördersumme fließen direkt an Unternehmen, rund 20 Prozent an außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Universitäten. „Mit der FTI-Initiative für die Transformation der Industrie setzen wir die Industriestrategie 2035 dort um, wo sie wirkt: direkt in den Unternehmen. Wir bringen Innovationen aus Österreich rascher zur Marktreife und stärken damit die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz unseres Industriestandorts nachhaltig“, so Innovationsminister Peter Hanke.

Forschungsprojekte für rasche Markteinführung

Der größte Anteil der beantragten Förderung entfällt auf kombinierte Projekte – ein Förderformat, das im Rahmen der Initiative „Vorzeigeregion Energie“ des Klima- und Energiefonds entwickelt wurde und es ermöglicht, Forschungsfragen direkt mit einer oder mehreren konkreten Pilot- oder Demoanlagen im realen Umfeld zu untersuchen. Diese Verbindung von Forschung und Demonstration in einem Projekt ist in der österreichischen Förderlandschaft einzigartig und bringt Forschungsergebnisse rascher in die industrielle Anwendung – und damit schneller auf internationale Märkte.

Netto-Null-Technologien

Neu in dieser Ausschreibung: Neben der Dekarbonisierung von industriellen Prozessen wird auch die Entwicklung und Fertigungsvorbereitung von Netto-Null-Technologien gefördert. Dabei können wichtige Ergebnisse für eine spätere Skalierung von neuen Produktionslinien oder Komponenten für Netto-Null-Technologien wie zum Beispiel Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie erzielt werden. Damit folgt der Klima- und Energiefonds einer Entwicklung, die auch auf EU-Ebene vorangetrieben wird: die Produktion von Netto-Null-Technologien wie beispielsweise erneuerbarer Stromerzeugung oder Wasserstoff verstärkt in Europa anzusiedeln. Die Förderung kann auch die Grundlage für eine künftige industrielle Anlage bilden und auf eine Einreichung bei anderen nationalen oder europäischen Förderprogrammen zur Markteinführung vorbereiten.

Projekte wurden aus allen Bundesländern eingereicht und decken eine große Bandbreite an Branchen und Technologiepfaden ab. Die meisten Projekte und die höchste Fördersumme entfallen auf den Bereich Elektrifizierung und Energieeffizienz, gefolgt von CO2-neutralen Gasen und Wasserstoff sowie Kreislaufwirtschaft. Flexibilisierung und Digitalisierung ziehen sich als Querschnittsthemen durch viele der geförderten Vorhaben.

Auch Schulungsmaßnahmen wurden in der Ausschreibung 2025 unterstützt. Das geförderte Qualifizierungsnetzwerk vermittelt fundiertes Wissen für Investitionsentscheidungen und die Vorbereitung bestehender Netze auf Wasserstoff – und schließt damit die Lücke zwischen Forschungswissen, Pilotanlagen und industrieller Anwendung bei Großprojekten.

Begleitet wird die Initiative vom Innovationslabor NEFI – New Energy for Industry, das als Katalysator für die Transformation der Industrie fungiert: NEFI hat somit viele Projekte im Rahmen der Ausschreibung mit Vernetzungs- und Informationsformaten sowie bei der Projektentwicklung unterstützt.

Service

Unter den geförderten Vorhaben finden sich sechs reine Forschungs- und Entwicklungsprojekte, acht kombinierte Projekte (8 Forschungs- und Entwicklungsprojekte kombiniert mit 12 Pilot- und Demonstrationsanlagen), sieben reine Pilot- und Demonstrationsanlagen sowie ein Qualifizierungsnetzwerk.

Liste der geförderten Projekte

Weitere bereits im Rahmen der Initiative geförderte Projekte

Detaillierte Informationen zur Wirkung von FTI-Förderungen des Klima- und Energiefonds