28. Juli 2025

2024 wurden laut ASFINAG 9.000 Tonnen Müll auf Autobahnen gesammelt

Auf den heimischen Autobahnen und Schnellstraßen wurden im Vorjahr 9.020 Tonnen Müll eingesammelt, wie die ASFINAG vergangene Woche mitteilte. 2023 waren es noch 8.525 Tonnen, was einen leichter Anstieg für 2024 bedeutet. In Niederösterreich, Oberösterreich, Tirol, der Steiermark und Kärnten stieg die Abfallmenge an, in den übrigen Bundesländern wurde ein Rückgang verzeichnet. Die 9.000 Tonnen Müll bedeuteten Kosten von knapp neun Millionen Euro, hieß es.

 

Am meisten Abfall wurde 2024 in Niederösterreich mit 2.141 Tonnen eingesammelt, gefolgt von Oberösterreich mit 1.553 Tonnen und Tirol mit 1.449 Tonnen. Am wenigsten Müll gab es in Wien. Hier wurden im Vorjahr 21 Tonnen gesammelt.

Mehr als ein Viertel des Mülls muss händisch gesammelt werden

Problematisch sei direkt auf der Autobahn weggeworfener Abfall: „Mehr als ein Viertel dieser Müllmenge muss händisch eingesammelt werden. Für unsere Mitarbeitenden ist dies immer mit einem gewissen Risiko verbunden, da dies mittels Tagesbaustellen im fließenden Verkehr erfolgt. Darüber hinaus stellen Flaschen, Dosen oder auch Papier und Zeitungen ein immenses Sicherheitsrisiko für die Verkehrsteilnehmenden dar, weil diese Gegenstände auf Autobahnen zu Geschoßen werden können. Dadurch kann es zu abrupten Bremsmanövern kommen, wenn Fahrerinnen und Fahrer erschrecken“, so ASFINAG-Geschäftsführerin Tamara Christ, „das heißt, dass für alle Beteiligte achtlos weggeworfener Müll gleichzeitig auch erhöhte Gefahr bedeutet.“

Ein weiteres großes Problem sind für die ASFINAG die illegalen Ablagerungen von Hausmüll oder Bauschutt. Zum Teil würden ganze Möbelstücke, Autoreifen oder Ähnliches neben den Strecken landen.

Die ASFINAG versucht bereits seit mehreren Jahren beim Thema „Littering“ Initiativen zu setzen. Immer wieder wird auf allen Überkopfanzeigen mit dem Slogan „Ich bin die Autobahn, kein Mistkübel“ darauf hingewiesen. Um vor allem das Problem der Wegwerfflaschen zu verkleinern, weist die ASFINAG bereits länger darauf hin, dass alle Rastplätze mit Trinkwasserbrunnen ausgestattet sind, bei denen man seine eigene Trinkflasche auffüllen kann.

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