Kategorie Mobilität - 8. September 2026
E-Autos beim Fahren ein Drittel günstiger als Benziner
Fallende Batteriekosten und hohe Treibstoffpreise tragen dazu bei
In der EU sind batteriebetriebene Elektroautos im vergangenen Jahr beim Fahren 33 Prozent günstiger gewesen als Benziner. Das geht aus einem Bericht des International Council on Clean Transportation (ICCT) hervor, der gestern in Brüssel vorgestellt wurde. Als Grund für den Spareffekt nennt der Bericht laut vorab veröffentlichten Details fallende Batteriekosten und hohe Treibstoffpreise.
Die leitende Forscherin und Hauptautorin des ICCT-Berichts, Marie Rajon Bernard, geht nach eigenen Angaben davon aus, „dass die Verbreitung von batterieelektrischen Fahrzeugen in ganz Europa in den kommenden Jahren zunehmen wird, sofern die derzeitige Politik beibehalten wird.“
Fast jedes dritte neu zugelassene Auto war im August 2026 rein elektrisch. Damit erreichte der Anteil vollelektrischer Pkw an den Neuzulassungen einen neuen Höchstwert.
— Bundesministerium für Innovation, Mobilität & Infrastruktur (@bmimi.gv.at) 11. September 2026 um 11:24
Die steigenden Ölpreise seit Ende Februar dieses Jahres haben die Verbrauchskosten für Verbrenner laut dem Bericht um 12 bis 36 Prozent in die Höhe getrieben und den Abstand noch vergrößert.
Anschaffungskosten nähern sich an
Zudem seien die Anschaffungskosten für batteriebetriebene Elektroautos in den drei größten Fahrzeugsegmenten im Jahr 2025 etwa gleich hoch gewesen wie bei Benzinern, wie eine Erhebung von Preisdaten von 100.000 Fahrzeugen auf dem größten europäischen Automobilmarkt Deutschland ergeben habe. Die Zahl der batteriebetriebenen Elektroautos habe sich hier von 2020 bis 2025 vervierfacht.
Zugleich verändere die wachsende Nachfrage nach batteriebetriebenen E-Autos auch die Fahrzeugproduktion innerhalb der EU, hieß es weiter. Der Anteil von Verbrennern an der Gesamtproduktion fiel demnach im Zeitraum von 2020 bis 2025 von 91 auf 72 Prozent. Der Anteil von batteriebetriebenen E-Autos erreichte im selben Zeitraum 19 Prozent.
In Österreich wurde indessen erstmals die Marke von 300.000 rein batterieelektrischen Pkw (BEV) überschritten. Konkret lag der hochgerechnete Bestand Ende Juli bei 304.328 E-Pkw. Gleichzeitig setzt sich der dynamische Hochlauf bei den Neuzulassungen fort: Im Juli waren 27,39 Prozent aller neu zugelassenen Pkw rein elektrisch, insgesamt wurden im Juli 7.073 E-Pkw neu zugelassen.
300.000 E-Pkw auf Österreichs Straßen: E-Mobilität erreicht neuen Meilenstein
