Kategorie Innovation & Technologie - 4. Mai 2026
AI Factory Austria baut KI-Trainingsangebot deutlich aus
Eine starke internationale Nachfrage hat die AI Factory Austria AI:AT mit ihrem ausgebauten Trainings- und Qualifizierungsangebot für Künstliche Intelligenz verzeichnet. Seit dem Start im Juli 2025 wurden 42 Trainings mit insgesamt 1.635 Teilnehmer:innen aus 32 Ländern durchgeführt. Das Angebot richtet sich an Unternehmen, öffentliche Verwaltung sowie Forschung und kombiniert theoretisches Wissen mit praxisnaher Anwendung – insbesondere durch Hands-on-Formate und den Zugang zu europäischer High-Performance-Computing-Infrastruktur.
Im Zentrum steht ein Learning Center, das Organisationen entlang ihrer gesamten KI-Reise begleitet – von der Orientierung über die Qualifizierung bis hin zur konkreten Umsetzung. Ziel ist es, die Anwendung von KI im europäischen Kontext souverän, ethisch und vertrauenswürdig zu gestalten.
„Unser Ziel ist es, die rasanten aktuellen KI-Entwicklungen in praktisch anwendbares Fachwissen für Wirtschaft, Wissenschaft und öffentliche Verwaltung zu übersetzen“, erklärt Claudia Blaas-Schenner. Sie ist Leiterin des AI:AT Learning Center und eine ausgewiesene Expertin für Hochleistungsrechnen (HPC) am VSC Research Center der TU Wien. „In den ersten neun Monaten der AI Factory Austria konnten wir bereits 1.635 Trainingsteilnehmer:innen befähigen, wertvolles Know-how im Bereich KI aufzubauen. Die Begeisterung in unseren Hands-On-Kursen zeigt, dass die Talent-Pipeline bereits in vollem Gange ist.“
Besonders gefragt sind Formate, in denen das Gelernte unmittelbar angewendet werden kann. Der Großteil der Trainings entfällt daher auf praxisorientierte Workshops, ergänzt durch Webinare, einen Hackathon sowie Self-Learning-Angebote. Diese Kombination ermöglicht es den Teilnehmer:innen, konkrete Kompetenzen aufzubauen und KI-Projekte direkt umzusetzen.
„Österreich braucht Orte, an denen KI nicht abstrakt bleibt, sondern in konkrete Anwendung übersetzt wird. Die AI Factory Austria AI:AT stärkt diese Verbindung aus Infrastruktur, Kompetenz und Umsetzung. Dass mit newsrooms.ai und Trending Topics ein KI-Startup und ein Technologie-Medium den Hub nutzen, zeigt die Breite des Ökosystems – von Forschung und Industrie bis hin zu Medieninnovation und Kommunikation“, so Innovationsminister Peter Hanke
Wie stark dieser Praxisbezug wahrgenommen wird, zeigt auch das Feedback aus dem internationalen Teilnehmerkreis: „Die Möglichkeit, das erlernte Wissen bei den Kursen direkt am HPC-System anzuwenden, hat mich besonders begeistert“, so Erika Pellegrino, Ingenieurmathematikerin bei Leonardo S.p.A. aus Rom.
Parallel dazu wächst auch die Bedeutung des Programms für die Wirtschaft. Der Anteil an Teilnehmer:innen aus dem kommerziellen Bereich ist im Verlauf der ersten Monate deutlich gestiegen. Damit trägt die Initiative nicht nur zur Ausbildung von Fachkräften bei, sondern unterstützt Unternehmen konkret dabei, KI schneller in die Anwendung zu bringen.
Ein zentraler Bestandteil des Konzepts ist die enge Verzahnung von Training, Infrastruktur und Umsetzung. „Damit aus Know-how konkrete Anwendung wird, müssen Qualifizierung, praktische Umsetzung und souveräne Infrastruktur zusammenspielen. Unser Ziel ist es, Organisationen mit möglichst niedrigen Hürden an High-Performance Computing heranzuführen und sie gleichzeitig bei Datensouveränität, Sicherheit und den nächsten Umsetzungsschritten zu begleiten“, betont Markus Stöhr, der als Co-Lead der AI Factory Austria AI:AT tätig ist.
Darüber hinaus profitiert das Trainingsprogramm von einem breiten Netzwerk an Partnerinstitutionen aus Wissenschaft und Praxis, die ihre Expertise einbringen. „Es freut mich sehr, dass wir zusätzlich zu unseren AI:AT Trainer:innen für unsere Trainings auch auf die Unterstützung aus dem breiten Expert:innenpool unserer Konsortialpartner:innen zählen können. Dadurch entsteht ein wertvoller Knowledge-Transfer von Cutting-Edge-Forschung in die Unternehmen“, so Karl Kugler als weiterer Co-Lead von AI:AT.
Für die kommenden Jahre plant die AI Factory Austria einen weiteren Ausbau ihres Angebots. Neben zusätzlichen Hands-on-Formaten sollen auch digitale Lernplattformen gestärkt, die Qualitätssicherung ausgebaut und die Vielfalt im Trainer:innenpool erhöht werden. Ziel bleibt es, den Zugang zu KI-Kompetenzen weiter zu erleichtern und die Umsetzung innovativer Anwendungen in Europa nachhaltig zu fördern.
