28. Juli 2026

ASFINAG warnt vor Hitzefolgen: Immer mehr Böschungs- und Fahrzeugbrände auf Österreichs Autobahnen

Die wiederkehrenden Hitzewellen sorgen gemeinsam mit technischen Mängeln an Fahrzeugen für eine steigende Zahl von Bränden auf Österreichs Autobahnen. Nach Angaben der ASFINAG wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres bereits 151 brennende Pkw und Lkw registriert. Zudem kam es heuer schon zu 20 Böschungsbränden entlang der Autobahnen.

Leider kein Einzelfall: Mehr als 150-mal gingen Fahrzeuge heuer auf Österreichs Autobahnen bereits in Flammen auf. © ASFINAG

Bereits in den vergangenen Jahren war ein deutlicher Anstieg zu beobachten. Während im Jahr 2020 insgesamt 226 Fahrzeugbrände verzeichnet wurden, stieg die Zahl 2024 und 2025 auf jeweils rund 300 Fälle. Erfahrungsgemäß fallen die einsatzstärksten Monate allerdings erst noch an: Im Juli und August geraten durchschnittlich jeweils rund 20 Fahrzeuge in Brand. Positiv laut ASFINAG jedenfalls: bei allen bisher registrierten Fahrzeugbränden konnten sich die Insassen rechtzeitig in Sicherheit.

Auch die Zahl der Böschungsbrände nimmt zu

Neben der Trockenheit infolge fehlender Niederschläge und hoher Temperaturen spielen häufig menschliche Ursachen eine entscheidende Rolle. Weggeworfene Zigarettenstummel können trockenes Gras oder Büsche enorm schnell entzünden und einen Flächenbrand auslösen. Im Vorjahr mussten ASFINAG und Feuerwehr insgesamt 39-mal wegen solcher Brände ausrücken, heuer waren es bis Ende Juni bereits 20 Einsätze. Nur in sieben Fällen wurde der Böschungsbrand durch ein brennendes Fahrzeug verursacht.

Die Hitze allein ist jedoch nur selten der unmittelbare Auslöser eines Fahrzeugbrands. Zu den häufigsten Ursachen zählen laut ASFINAG überhitzte Motoren, poröse Leitungen mit austretendem Öl oder Kraftstoff, festsitzende Bremsen, technische Defekte wie beschädigte Radlager oder fehlendes Kühlmittel, Kurzschlüsse in der Fahrzeugelektrik sowie Reifenschäden oder ein zu geringer Reifendruck.

ASFINAG-Verkehrssicherheitsexperte Bernhard Lautner empfiehlt daher, besonders vor längeren Fahrten den technischen Zustand des Fahrzeugs sorgfältig zu überprüfen. Eine gründliche Kontrolle könne unangenehme Überraschungen auf der Reise verhindern und im Ernstfall sogar einen Fahrzeugbrand und ein Übergreifen dieses auf die Umgebung vermeiden.