Kategorie Mobilität - 27. April 2026
Baustart für die Elektrifizierung der Innkreisbahn
Baustart an der Innkreisbahn: bis Ende 2029 wird die Strecke vollständig elektrifiziert. Künftig können die Züge dort ebenfalls mit 100% grünem Bahnstrom fahren. Das bringt nicht nur mehr Komfort für Fahrgäste, sondern ist auch ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz in Oberösterreich.
Die gesamte Strecke wird auf einer Länge von rund 55 Kilometern mit einer Oberleitung ausgerüstet. Insgesamt werden in den nächsten Jahren rund 1.200 Oberleitungsmasten und 68 Kilometer Fahrdraht errichtet. Ein neuer Schaltposten sowie ein neues Unterwerk sichern den zuverlässigen Betrieb mit grünem Bahnstrom entlang der Strecke. Damit setzen die ÖBB einen weiteren Schritt für den zukunftsorientierten Streckenausbau in Oberösterreich und bringen mit der Elektrifizierung der Innkreisbahn eine wichtige Klimaschutzinitiative voran. 87,3 Mio. Euro werden in das Projekt investiert.
Zugbetrieb mit 100% grünem Bahnstrom
Ab Ende 2029 kann die Strecke mit modernen, elektrischen Zügen befahren werden. Davon profitieren vor allem auch die Fahrgäste. Mehr Komfort und eine bessere Fahrplanstabilität sind zwei wichtige Vorteile für Reisende. „Mit der Elektrifizierung der Innkreisbahn setzen wir einen wichtigen Impuls für die Weiterentwicklung des regionalen Zugverkehrs in Oberösterreich“, so Mobilitätsminister Peter Hanke. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten seien gezielte Investitionen in ein nachhaltiges und leistungsfähiges Schienennetz wichtig. „Wir investieren gezielt in jene Projekte, die den größten Mehrwert für die Region und Fahrgäste bringen“, so der Minister.
Judith Engel, Vorständin ÖBB-Infrastruktur AG hob bei der Pressekonferenz außerdem hervor, dass Zugfahrten vom Innviertel in den oberösterreichischen Zentralraum künftig mit 100% grünem Bahnstrom möglich seien. „Dann kann die Strecke mit modernen Elektrozügen befahren werden. Das bringt mehr Komfort für Fahrgäste und ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz in Österreich.“
Elektrifizierung Teil eines Gesamtkonzeptes
Die Elektrifizierung ist das Herzstück der Attraktivierung der Innkreisbahn. Bereits in Bau ist der Bahnhof Ried im Innkreis. Dieser wird bis 2029 zu einer modernen Verkehrsdrehscheibe umgebaut. Gearbeitet wird an der Modernisierung der Bahnanlagen, einem neuen Bahnhofsgebäude sowie optimierten Zugängen zu Busterminal und Taxistand. Damit wird der öffentliche Verkehr im Innviertel nachhaltig gestärkt und Fahrgäste profitieren von deutlich mehr Komfort. Im Zuge des Umbaus setzen die ÖBB auch eine Verbreiterung der Unterführung „Eberschwanger Straße“ um. So wird Platz für einen modernen Rad- und Fußweg geschaffen.
Gleichzeitig bringen die ÖBB auch die Sicherungstechnik auf den modernsten Stand. Fünf neue elektronische Stellwerke (ESTW) entlang der Strecke sorgen bereits ab Mitte 2026 für eine automatische Steuerung des Bahnbetriebs. Mit diesen ESTW werden alle Weichen, Signale und Schranken bedient. Reisende profitieren von noch pünktlicheren Zügen und der Anzeige von Abfahrten und Ankünften in Echtzeit an den Bahnhöfen.
Damit möglichst viele Züge künftig mit Grünstrom statt Diesel fahren können, setzen die ÖBB konsequent mehrere Schritte für einen nachhaltigen und umweltfreundlichen Ausbau der Regionalstrecken in Oberösterreich. Bereits in Bau ist die Elektrifizierung der Mattigtalbahn. Ab Ende 2027 werden die ersten elektrischen Züge zwischen Neumarkt am Wallersee und Braunau fahren. Mit der Elektrifizierung der Innkreisbahn starten die ÖBB nun ein weiteres wichtiges Klimaschutzprojekt. In Planung ist auch die Elektrifizierung der Donauuferbahn. Diese wird voraussichtlich bis Ende 2030 umgesetzt.
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