21. Januar 2026
eMove Austria verhilft Vorarlberg zur größten E-Bus-Flotte Österreichs
Den raschen Umstieg auf emissionsfreie Antriebe auch im öffentlichen Verkehr umzusetzen ist ein zentrales Anliegen des neuformierten Förderprogramms zur E-Mobilität namens eMove Austria. Teil dieser Dachmarke ist auch „EBIN – Emissionsfreie Busse und Infrastruktur“, worin in insgesamt fünf Projekten österreichweit 215 emissionsfreie Elektrobusse inklusive der erforderlichen Ladeinfrastruktur gefördert werden. Dafür stellt der Bund Fördermittel in der Höhe von rund 80 Millionen Euro zur Verfügung. In den kommenden fünf Jahren können damit nahezu 60.000 Tonnen CO₂ eingespart werden.

Moderne Ladeinfrastruktur am Postbus-Standort Wolfurt, dem größten Ladestandort Österreichs. © ÖBB/Sams
Vorarlberg zählt zu den Bundesländern, die diese Bundesförderungen intensiv nutzen und damit die Dekarbonisierung des Regionalbusverkehrs deutlich beschleunigen. Im Einklang mit den Zielen des Europäischen Green Deals wird die Busflotte schrittweise auf Elektroantrieb umgestellt. Bereits mit Anfang 2026 ist in Vorarlberg jeder dritte Linienbus elektrisch unterwegs, womit das Land aktuell über die größte E-Bus-Flotte Österreichs verfügt.
Emissionsfreier Regionalbus-Betrieb
Rund 100 Elektrobusse sind bereits im Vorarlberger Linienverkehr im Einsatz. Bis Mai 2026 wächst der Fuhrpark auf insgesamt 141 Fahrzeuge an. Innerhalb von nur zwei Jahren wird damit rund ein Drittel der gesamten Busflotte auf emissionsfreie Antriebe umgestellt. Mehr als die Hälfte der E-Busse wird von der ÖBB Postbus GmbH betrieben.

Lenker Oskar Bachmann beim Laden eines E-Busses am größten Ladestandort Österreichs in Wolfurt. © ÖBB/Sams
Die Förderprogramme ermöglichen dabei nicht nur die Anschaffung der Fahrzeuge, sondern auch die notwendige begleitende Infrastruktur. Dadurch wird sichergestellt, dass der emissionsfreie Busverkehr auch im Überlandverkehr mit längeren Distanzen zuverlässig betrieben werden kann.
Ein wesentlicher Bestandteil der Transformation ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur, der ebenfalls durch Bundesmittel unterstützt wird. In Vorarlberg stehen insgesamt 144 Ladepunkte für Elektrobusse zur Verfügung. An den Postbus-Standorten Wolfurt, Bludenz und Feldkirch wurden 75 Ladepunkte errichtet. Die Postbus-Garage in Wolfurt ist damit der größte Ladestandort für Elektrobusse in Österreich.
Beitrag zu Klimazielen & Standortentwicklung
Die Ladeinfrastruktur ist speziell auf den Linienbusbetrieb ausgelegt. Hohe Ladeleistungen ermöglichen kurze Zwischenladungen während des Tages, während in den Nachtstunden mit geringerer Leistung geladen wird. Ein intelligentes Lademanagement stellt die Verfügbarkeit der Fahrzeuge im täglichen Betrieb sicher.
Die eingesetzten Elektrobusse kommen in unterschiedlichen Fahrzeuglängen zum Einsatz und erreichen Reichweiten von bis zu 300 Kilometern. Sie sind damit sowohl für städtische als auch für regionale Linien geeignet. Der elektrische Antrieb reduziert den Ausstoß von CO₂ und Luftschadstoffen deutlich und sorgt gleichzeitig für eine spürbare Verringerung der Lärmbelastung entlang der Strecken.
Mit Unterstützung des Bundes leistet Vorarlberg einen wesentlichen Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor und zur Erreichung der nationalen Klimaziele. Gleichzeitig stärkt der Ausbau der Elektromobilität im öffentlichen Verkehr die Innovationskraft des Standorts und verbessert die Lebensqualität durch saubere, leise und zukunftsfähige Mobilitätsangebote.
Das Vorarlberger Projekt zeigt exemplarisch, wie durch gezielte Förderprogramme des Bundes und die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten der Umstieg auf emissionsfreien öffentlichen Verkehr rasch und wirkungsvoll umgesetzt werden kann.
Service: eBus/EBIN Ausschreibungsarchiv & Erfolgsprojekte
