20. Juli 2026

Finanzierung des Bundes zur Modernisierung von Zillertalbahn, Pinzgauer Lokalbahn und Murtalbahn gesichert

Der Bund stellt die Finanzierung für die Modernisierung von drei bedeutenden österreichischen Privatbahnen sicher. Die Zillertalbahn in Tirol, die Pinzgauer Lokalbahn in Salzburg und die Murtalbahn in der Steiermark erhalten zusätzliche Bundesmittel für den Ausbau ihrer Infrastruktur sowie für die Beschaffung neuer Fahrzeuge. Grundlage dafür ist eine Aufstockung des „Mittelfristigen Investitionsprogramms für Privatbahnen“ (MIP) im Rahmen des Doppelbudgets 2027/2028.

Ab 2027 stehen bundesseitig zusätzlich zu den regulären Mitteln für die Infrastruktur der Privatbahnen jährlich 25 Millionen Euro zur Verfügung. Das Gesamtbudget wächst damit auf rund 114 Millionen Euro. Die zusätzlichen Mittel sollen jene Investitionen ermöglichen, die für die Modernisierung der drei Regionalbahnen und den Umstieg auf emissionsfreie Antriebstechnologien erforderlich sind.

© Pinzgauer Lokalbahn

Neben dem Ausbau der Infrastruktur beteiligt sich der Bund nämlich auch an der Finanzierung neuer Fahrzeuge. Damit werde die Grundlage geschaffen, die erforderlichen Ausschreibungen einzuleiten und die Projekte gemeinsam mit den Ländern umzusetzen.

„Es ist uns in den Budgetverhandlungen gelungen, das ‚Mittelfristige Investitionsprogramm für Privatbahnen‘ trotz spürbaren Konsolidierungsdrucks deutlich aufzustocken, um die dringlichsten Infrastrukturvorhaben sicherzustellen. Damit können jene Projekte umgesetzt werden, für die auch die Länder eine Finanzierungszusage geben“, erklärte Mobilitätsminister Peter Hanke.

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Von der Finanzierung profitieren drei traditionsreiche Regionalbahnen mit unterschiedlichen Modernisierungsvorhaben. Die Zillertalbahn wird künftig mit Akku-Hybrid-Zügen betrieben. Dafür werden sowohl die Infrastruktur angepasst als auch neue Fahrzeuge beschafft. Das Projekt soll den bisherigen Dieselbetrieb ablösen und die Bahn langfristig als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs im Tiroler Zillertal sichern.

 

Auch die Pinzgauer Lokalbahn erhält Bundesmittel für den Umstieg auf elektrische Triebzüge. Die Investitionen umfassen die erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen sowie die Mitfinanzierung neuer Fahrzeuge. Ziel ist es, den Bahnverkehr im Pinzgau klimafreundlicher und attraktiver zu gestalten und gleichzeitig die Qualität des öffentlichen Verkehrs in der Region zu verbessern.

Die Murtalbahn soll ebenfalls modernisiert und elektrifiziert werden. Durch die Bundesbeteiligung können sowohl die Schieneninfrastruktur als auch der Fuhrpark erneuert werden. Das Vorhaben betrifft die Strecke zwischen Unzmarkt und Tamsweg und soll den langfristigen Betrieb der Schmalspurbahn sichern sowie die Anbindung der Region nachhaltig stärken.

Mit den drei Finanzierungszusagen setzt der Bund einen Schwerpunkt auf die Modernisierung regionaler Bahnverbindungen. Die Investitionen sollen nicht nur zur Dekarbonisierung des Verkehrs beitragen, sondern auch die Mobilität in ländlichen Regionen langfristig absichern.

„Öffentlicher Verkehr ist aus meiner Sicht Teil der Daseinsvorsorge – gerade in ländlichen Regionen müssen Menschen auf eine zuverlässige, moderne und klimafreundliche Bahn zählen können. Zusätzlich stellen die Modernisierungen einen Motor für die Wirtschaft, die Beschäftigung und den Tourismus in den Regionen dar“, sagte Hanke.

Die nun zugesagten Bundesmittel schaffen sind gleichzeitig auch Bekenntnis zu starker öffentlicher Infrastruktur abseits der großen Ballungsräume. Mit der Kombination aus Infrastrukturinvestitionen und Fahrzeugförderung werden die Regionalbahnen in den kommenden Jahren schrittweise auf moderne, emissionsarme Antriebssysteme umgestellt und langfristig wettbewerbsfähig gehalten werden.

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