15. Juli 2026

GKB startet Bau der neuen E-Werkstätte in Graz

Mit der Grundsteinlegung für die neue E-Werkstätte am Grazer Betriebsgelände startet die Graz-Köflacher Bahn und Busbetrieb GmbH (GKB) den nächsten Meilenstein ihrer Elektrifizierungsoffensive. Insgesamt investiert das Unternehmen rund 64,4 Millionen Euro in den Neubau und die Modernisierung seiner Werkstätteninfrastruktur und schafft damit die Voraussetzungen für den vollständig elektrischen Bahnbetrieb auf allen GKB-Linien ab dem Fahrplanwechsel 2031.

© GKB

Die neue E-Werkstätte ist ein zentrales Infrastrukturprojekt im Rahmen der umfassenden Elektrifizierung der GKB. Mit der schrittweisen Umstellung des rund 91 Kilometer langen Streckennetzes auf elektrischen Betrieb schafft das Unternehmen gemeinsam mit der ÖBB-Infrastruktur AG die Grundlage für einen leistungsfähigeren, klimafreundlicheren und attraktiveren öffentlichen Verkehr in der Weststeiermark. Gleichzeitig werden neue Elektrotriebwagen beschafft und die Infrastruktur an die Anforderungen des künftigen Betriebs angepasst.

Mit der vollständigen Elektrifizierung wird ein durchgängiger 30-Minuten-Takt auf dem GKB-Streckennetz möglich. Fahrgäste profitieren von schnelleren und häufigeren Verbindungen, verbesserten Anschlüssen – insbesondere an die Koralmbahn – sowie einem insgesamt erweiterten Mobilitätsangebot. Darüber hinaus leistet das Projekt einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz: Der elektrische Bahnbetrieb reduziert CO₂-Emissionen deutlich, verringert die Lärmbelastung und stärkt den öffentlichen Verkehr als nachhaltige Alternative zum Individualverkehr.

Bei der feierlichen Grundsteinlegung betonte Mobilitätsminister Peter Hanke die Bedeutung des Projekts für die Zukunft des öffentlichen Verkehrs in der Steiermark: „Mit dem heutigen Baustart setzen wir einen weiteren wichtigen Schritt für den öffentlichen Verkehr in der Steiermark. Ab 2031 werden auf allen GKB-Linien elektrische Züge fahren, das Angebot wird spürbar ausgeweitet und der Bahnbetrieb wird noch moderner.“

Damit werde an die Elektrifizierung der GKB und die Angebotsausweitungen rund um die Koralmbahn angeknüpft, mit denen der öffentlichen Verkehr in der Steiermark bereits auf ein neues Niveau gehoben wurde. Öffentliche Mobilität sei dabei für Mobilitätsminister Hanke eine zentrale Frage sozialer Gerechtigkeit: „Sie verbindet Regionen, schafft Chancen für alle Menschen unabhängig vom eigenen Auto und stärkt den ländlichen Raum. Diese Investitionen sichern nicht nur bestehende Arbeitsplätze in der Steiermark, sie schaffen auch neue – ein gutes Beispiel dafür, wie öffentliche Investitionen, regionale Wertschöpfung, Mobilität für alle und Klimaschutz miteinander verbinden“, so Hanke.

Auch GKB-Geschäftsführer Gerald Klug sieht in dem Bauprojekt einen entscheidenden Schritt für die Weiterentwicklung des Unternehmens: „Die Errichtung der neuen E-Werkstätte und weiterer Instandhaltungsanlagen sowie die Beschaffung von neuen Elektrotriebwagen sind die nächsten Meilensteine der Unternehmensentwicklung. Mit diesen Zukunftsprojekten schaffen wir die Voraussetzungen für künftig vollständig elektrischen und damit klimafreundlichen Bahnbetrieb.“ Erklärtes Ziel sei der Start des elektrischen Bahnbetriebes auf allen Linien der GKB mit Fahrplanwechsel 2031. Die neuen Werkstätten dienten dabei aber nicht nur der internen Wartung, sie haben auch zusätzliche Kapazitäten für externe Instandhaltungsaufträge.

Mit den neuen Werkstätten investiert die GKB nicht nur in moderne Infrastruktur, sondern auch in ihre langfristige Wettbewerbsfähigkeit. Die Anlagen schaffen zusätzliche Kapazitäten für die Wartung und Instandhaltung moderner Schienenfahrzeuge und eröffnen künftig auch Möglichkeiten für externe Instandhaltungsaufträge. Gleichzeitig werden bestehende Arbeitsplätze abgesichert und neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen.

Auf einer Gesamtfläche von rund 16.100 Quadratmetern entstehen in zwei Bauphasen mehrere Neu- und Umbauten. Bereits Mitte 2027 sollen die ersten Anlagen in Betrieb gehen, die vollständige Fertigstellung ist für Herbst 2029 vorgesehen. Herzstück des Projekts wird die neue zweigleisige E-Werkstätte für Elektrotriebwagen, ergänzt durch eine neue Abstellhalle, modernisierte Werkstätten sowie erweiterte Gleisanlagen.

Besonderes Augenmerk legt die GKB auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Fernwärme, zusätzliche E-Ladestationen sowie begrünte Dachflächen tragen dazu bei, den Betrieb ressourcenschonend und klimafreundlich auszurichten.

Neuer ÖBB-Rahmenplan: 19,5 Milliarden Euro als klares Bekenntnis zur Bahn