Kategorie Innovation & Technologie - 22. Juni 2026
Feiertag der Weltraumbildung: 20 Jahre ESERO, 10 Jahre ESERO Austria
Vor 20 Jahren startete die Europäische Weltraumagentur ESA das Programm ESERO (European Space Education Resource Office), um die Faszination des Weltraums für die MINT-Bildung zu nutzen. Heute ist das Netzwerk in mehr als 20 europäischen Ländern aktiv und unterstützt Lehrkräfte mit Unterrichtsmaterialien, Fortbildungen und praxisnahen Projekten rund um Raumfahrt und Wissenschaft.
- Von links nach rechts: Mag. Ingolf Schädler (ehem. Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie), Andreas Bauer (Leitung Ars Electronica Center, ESERO Österreich Supervisor), Michael Thaler (ehem. Ars Electronica Center Linz), Michaela Gitsch (ehem. FFG, Agentur für Luft- und Raumfahrt) Clara Cruz Niggebrugge (ESERO Project Coordinator), Prof. Dr. Kai-Uwe Schrogl, (ehem. Leiter ESA Strategy Department), Mag. Bernhard Baier (ehem. Vizebürgermeister der Stadt Linz, Aufsichtsratsvorsitzender Ars Electronica Linz GmbH), Gerfried Stocker (Künstlerischer Leiter Ars Electronica).
- Inflight-Call mit Schülerinnen an die ISS. © ESA
- Eröffnung des ersten European Space Education Resource Office in Amsterdam am 10. April 2006. © ESA
Für Österreich markiert das Jubiläum einen besonderen Meilenstein: Seit zehn Jahren ist ESERO Austria für Österreich aktiv. Im Ars Electronica Center in Linz werden seit 2016 die Bildungsangebote der ESA gebündelt und auf die Bedürfnisse österreichischer Schulen zugeschnitten. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und Lehrkräfte bei einem zeitgemäßen MINT-Unterricht zu unterstützen.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich ESERO Austria zu einer zentralen Anlaufstelle für Weltraumbildung entwickelt. Tausende Lehrkräfte und Schülerinnen nahmen an Fortbildungen, Workshops und Wettbewerben teil. Mit ESERO haben die Schülerinnen in- und außerhalb von Klassenzimmern in ganz Europa beim CanSat-Wettbewerb Miniatursatelliten gebaut, den Klimawandel und die Umwelt der Erde mithilfe von Satellitenbildern durch Climate Detectives untersucht, Computercodes für die Internationale Raumstation mit Astro Pi geschrieben, zukünftige Weltraumhabitate im Moon Camp entworfen und wie Astronaut*innen im Rahmen der Mission X trainiert.
Neben internationalen ESA-Projekten setzt ESERO Austria auch eigene Akzente: mit Schulaktivitäten, Expertinnenbesuchen, Wanderausstellungen sowie dem neuen Space-Ambassador-Netzwerk, das engagierte Lehrkräfte österreichweit miteinander vernetzt.
Der Blick auf andere ESERO-Standorte in Europa zeigt, wie vielfältig das Programm inzwischen geworden ist – von nationalen Wettbewerben über Lehrerinnen-Netzwerke bis hin zu innovativen Bildungsformaten. Gemeinsam verfolgen alle Standorte dasselbe Ziel: junge Menschen für Wissenschaft und Technologie zu begeistern und ihnen Zukunftsperspektiven im Weltraumsektor und darüber hinaus aufzuzeigen.
„ESERO ist weit mehr als ein Bildungsprogramm. Es eröffnet jungen Menschen Zugänge zu Wissenschaft, Technologie und Raumfahrt und hilft ihnen, die Kompetenzen zu entwickeln, die unsere Gesellschaft in Zukunft braucht“, so Hugo Marée, Leiter des ESA-Bildungsbüros.
Nach zehn Jahren in Österreich und zwanzig Jahren auf europäischer Ebene bleibt ESERO damit ein wichtiger Impulsgeber für moderne MINT-Bildung und nutzt die Begeisterung für den Weltraum, um Neugier, Kreativität und Forschergeist zu fördern.



