1. Juni 2026

Jugend Innovativ 2026: Wie Österreichs Talente mit Scharfsinn glänzen

Beim Bundesfinale von Jugend Innovativ, Österreichs größtem Schulwettbewerb für Innovation, sind vergangenen Donnerstag in der Wiener Expedithalle die besten Projekte des Jahres ausgezeichnet worden. Insgesamt hatten sich mehr als 100 Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge mit 35 Projekten für das Finale qualifiziert. Aus ursprünglich 420 Einreichungen kürte eine Fachjury die Siegerteams in sieben Kategorien.

Die Erstplatzierten kommen aus Wien, Oberösterreich, Tirol, Vorarlberg und Salzburg. Unter anderem von Innovationsminister Peter Hanke wurden Projekte in den Bereichen Design, Engineering, Entrepreneurship, Digitalisierung, Wissenschaft und Nachhaltigkeit ausgezeichnet.

© aws/Rauchecker

Die prämierten Projekte zeigen die große Bandbreite an Ideen, mit denen sich junge Menschen aktuellen gesellschaftlichen und technologischen Herausforderungen widmen. Im Fokus standen Themen wie Digitalisierung, nachhaltige Mobilität, innovative Materialien, Gesundheitsanwendungen und ressourcenschonende Technologien. Die Finalprojekte verdeutlichen zugleich die Bedeutung praxisnahen Lernens und unterstreichen den Beitrag junger Talente zur Weiterentwicklung des Wirtschafts- und Innovationsstandorts Österreich.

Bundesminister Hanke würdigte insbesondere die Beschäftigung der Jugendlichen mit Zukunftsthemen: „Junge Talente setzen sich bei Jugend Innovativ mit großem Engagement mit den aktuellen Herausforderungen nachhaltiger Mobilität und moderner Infrastruktur auseinander. Die Projekte beim Bundesfinale von Jugend Innovativ zeigen eindrucksvoll, wie innovative und praxisnahe Lösungen für eine klimafreundliche Zukunft entwickelt werden können. Damit leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung unseres Standorts und geben wertvolle Impulse für die Praxis. Ich gratuliere allen Finalistinnen herzlich zu ihren hervorragenden Leistungen und ihrem Einsatz.“

Zu den ausgezeichneten Projekten zählen unter anderem „Klarsicht“, ein Leitfaden für barrierefreies Design der HTBLuVA Salzburg, „woodberg“ der HTBLA Imst, das die Eigenschaften von Carbon durch den Einsatz von Holz verbessern will, sowie „SmartDisc“ der HTL Rennweg, eine intelligente Frisbee-Scheibe zur Analyse von Wurfbewegungen.

Im Bereich Entrepreneurship überzeugte „Boards without Barriers“, ein Projekt zur Unterstützung von Menschen mit Multipler Sklerose bei Brettspielen. In der Kategorie ICT & Digital setzte sich „TREMOCUP“ durch – eine intelligente Kaffeetasse, die Parkinson-Symptome im Alltag messen soll. Den Wissenschaftspreis erhielt ein Team der HTL Bregenz für seine Forschung zu Optimierungsverfahren in Quantenalgorithmen. In der Kategorie Sustainability gewann ein Projekt der HTBLA Ried im Innkreis zur Elektrifizierung von Milchsammeltransportern.

Auch internationale Anerkennung erhielten mehrere Teams: Projekte wie „TREMOCUP“, „woodberg“ und die Elektrifizierung eines Milchtankaufbaus werden Österreich bei renommierten Nachwuchswettbewerben und Wissenschaftsmessen in Deutschland, Luxemburg, Italien, China und Taiwan vertreten.

Den Publikumspreis gewann das Projekt „PowAirLoop“ der HTL Rennweg, das einen autonomen Akkuwechsel für Drohnen ermöglicht. Erstmals wurde zudem ein Sonderpreis für das beste Lehrlingsprojekt vergeben. Dieser ging an das Projekt „Escape Room“ der Landesberufsschule Schrems.

Seit 1987 fördert Jugend Innovativ kreative und zukunftsorientierte Ideen junger Menschen. Mehr als 12.300 Projektteams haben bisher am Wettbewerb teilgenommen. Ziel ist es, Schülerinnen, Schüler und Lehrlinge dabei zu unterstützen, innovative Lösungsansätze zu entwickeln und ihre Ideen einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Wettbewerb wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET), des Bundesministeriums für Bildung (BMB) sowie des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) und von der Austria Wirtschaftsservice GmbH abgewickelt und von der Raiffeisen Nachhaltigkeits-Initiative (RNI) unterstützt.