14. Juli 2026
Meilenstein in der Elektrifizierung: 1.000 schwere E-Lkw nun auf Österreichs Straßen
Nicht nur die E-Auto-Neuzulassungen laufen auf Hochtouren – im Juni 2026 wurde der wichtige Meilenstein von 1.000 schweren E-Lkw (N2, N3 und Sattelzüge) im Bestand erreicht. Damit wurde nicht nur eine wichtige Marke erzielt, sondern auch die Weichen für die Elektrifizierung der Transportwege gestellt. Österreich bestätigt damit seine Rolle als einer der dynamischsten E-Mobilitätsmärkte Europas.
Bestand wächst dynamisch
Bereits seit 2021 nimmt der Bestand bei E-Lkw verstärkt zu. Während Anfang 2021 erst 47 schwere E-Lkw unterwegs waren, stieg die Anzahl in den nächsten Jahren mit 2024 auf 314, mit 2025 auf 705 und zuletzt mit Juni 2026 nun auf 1.000 E-Lkw. Betrachtet man den Neuzulassungsanteil im gesamten Jahr 2025, lässt sich eine Vervierfachung im Vergleich zum Vorjahr feststellen – ein großer Hebel für das Bestandswachstum von E-Lkw.
Mobilitätsminister Peter Hanke: „Der 1.000. zugelassene schwere E-LKW ist der klare Beweis dafür, dass Elektromobilität im Schwerverkehr längst keine Zukunftsvision mehr ist, sondern bereits heute gelebte Realität. In den vergangenen Monaten habe ich zahlreiche Unternehmen besucht, die ihren Fuhrpark Schritt für Schritt auf batterieelektrische Nutzfahrzeuge umstellen. Die Rückmeldungen aus der Praxis sind ausgesprochen positiv. Mit unserem Programm eMOVE Austria werden wir den Weg hin zur E-Mobilität in allen Bereichen konsequent fortsetzen – durch Förderungen, gesetzliche Erleichterungen und Maßnahmen zur Bewusstseinsbildung.“
Zum Erreichen dieses Meilensteins beigetragen hat insbesondere der starke Anstieg der Neuzulassungen: Im Jahr 2025 vervierfachte sich der Anteil neu zugelassener Elektro-Lkw gegenüber dem Vorjahr. Auch wenn einige europäische Länder – etwa die Niederlande, Schweden, Dänemark oder die Schweiz – bei den Anteilen emissionsfreier Lkw-Neuzulassungen teils noch höhere Werte aufweisen, setzt Österreich auch im europäischen Vergleich mit dem Erreichen von 1.000 schweren E-Lkw ein starkes Signal für die Transformation des Güterverkehrs. Getragen wird diese Entwicklung vor allem von Unternehmen, die ihre Fuhrparks zunehmend nicht nur aus Gründen des Klimaschutzes, sondern auch aufgrund wirtschaftlicher und strategischer Vorteile auf elektrische Antriebe umstellen.
E-Mobilität in Österreich nimmt weiter Fahrt auf
Auch im E-Pkw-Bereich war der Juni 2026 ein absoluter Rekordmonat. Mit knapp 9.000 Fahrzeugen wurden noch nie so viele rein batteriebetriebene Autos in einem Monat neu zugelassen. Der Neuzulassungsanteil betrug 26,3 Prozent und erreicht damit ebenfalls einen neuen Rekordwert, im Vergleich zu Vorjahresmonat ein Plus von 41 Prozent. In den drei Bundesländern Oberösterreich, Burgenland und Vorarlberg liegt der Anteil von E-Pkw bei den Neuzulassungen sogar bei über 30 Prozent. Für Juli wird mit einem Gesamtbestand von über 300.000 batteriebetriebenen E-Pkw in Österreich ein weiterer Meilenstein erwartet.
Unternehmen treiben die Elektrifizierung an
Gerade Österreichs innovative Unternehmen sitzen dabei am entscheidenden Hebel. Die Wahl eines neuen Fuhrparks ist längst nicht mehr nur eine Frage des Fahrzeugantriebs und der Nachhaltigkeit, sondern zunehmend auch eine strategische und wirtschaftliche Entscheidung. Diese kann den entscheidenden Unterschied für die E-Mobilität ausmachen.
Was die Zahlen angeht schließt dieses Jahr nahtlos an das Rekordjahr 2025 an. Sowohl bei Fahrzeugbestand und Neuzulassungen als auch beim Ausbau der Ladeinfrastruktur wurden heuer neue Rekordwerte erreicht, die eine belastbare Basis für das weitere Wachstum und den Ausbau der E-Mobilität schaffen.
Im Juni ist zudem die erste E-Mobilitätskampagne des Bundes mit dem Titel „Keine E-ngste mehr“ gestartet. Mit witzigen Stoffpuppen wirbt das Mobilitätsministerium für den Abbau von Vorbehalten gegenüber E-Mobilität, darunter die Angst vor geringen Reichweiten oder einer schlechten Ladeinfrastruktur.


