Kategorie Innovation & Technologie - 13. April 2026
Net-Zero-Industries-Award: Das sind Österreichs beste Ideen für eine emissionsfreie Industrie
Beim „International Vienna Energy and Climate Forum“ in der Wiener Hofburg sind am 10. April die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner der „Mission Innovation Net-Zero Industries Awards“ präsentiert worden. Bereits zum dritten Mal würdigt die Initiative damit herausragende Projekte und Persönlichkeiten, die mit innovativen Ansätzen zur Dekarbonisierung der Industrie beitragen und unterstreicht damit die Rolle Österreichs als Standort für klimafreundliche Industrielösungen.
Die Transformation hin zu einer klimaneutralen Industrie gilt als eine der größten Herausforderungen der kommenden Jahre. Gleichzeitig zeigt sich, dass konkrete Lösungen längst in Umsetzung sind und technologischer Fortschritt sowie wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zunehmend Hand in Hand gehen.

Die nationalen Gewinner:innen des Awards Sara Vecchiato (IFA Tulln), Rene Baumann (AEE Intec) und die Projektverantwortlichen rund um das Projekt GreenBricks mit dem Team der Net Zero Industries Mission. © Klima- und Energiefonds/Wesseling
Innovationsminister Peter Hanke betonte, dass die ausgezeichneten Projekte zeigen, dass die industrielle Transformation keine Zukunftsvision mehr sei, sondern bereits Realität. „Die prämierten Initiativen stehen für Innovationskraft, technologische Exzellenz und den klaren Willen, Verantwortung zu übernehmen. Die Transformation der energieintensiven Industrie zählt zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit – und die heutigen Preisträgerinnen und Preisträger liefern konkrete Antworten darauf. Sie zeigen, wie Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz erfolgreich miteinander verbunden werden können, setzen Maßstäbe und geben Orientierung – weit über einzelne Projekte und Länder hinaus.“
Auch Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, hob die Bedeutung praxisnaher Lösungen hervor. In der Industrie brauche es skalierbare Ansätze, die Emissionen nachhaltig senken und zugleich wirtschaftlich tragfähig sind, erklärte er. Genau hier setzten die Programme des Klima- und Energiefonds an: „Wir unterstützen die Innovationskraft heimischer Unternehmen und tragen dazu bei, dass Innovationen ‚Made in Austria‘ international Anerkennung finden. Die Preisträger:innen zeigen eindrucksvoll, wie klimafitte Lösungen schnell und effektiv umgesetzt werden können.“
Für den Mission Director der Net-Zero Industries, Urban Peyker, liegt die Stärke der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger in der Verbindung von technologischer Exzellenz und konkreter Umsetzbarkeit. Diese Kombination leiste einen entscheidenden Beitrag zur Transformation energieintensiver Industrien weltweit, so Peyker.
Ausgezeichnet wurden Projekte in drei Kategorien: In der Kategorie „Outstanding Project“ überzeugte „NEFI GreenBricks“, das die Entwicklung einer vollständig CO₂-neutralen Ziegelei in Uttendorf vorantreibt. Durch den Einsatz erneuerbarer Energie, innovativer Prozessführung und intelligenter Systemintegration soll die energieintensive Ziegelproduktion grundlegend transformiert werden.
Als „Female Innovator“ wurde Dr. Sara Vecchiato vom IFA Tulln geehrt, die an nachhaltigen industriellen Prozessen und der Nutzung biogener Ressourcen forscht. Ihre Arbeit verbindet wissenschaftliche Exzellenz mit konkreter Anwendung und eröffnet neue Wege für eine klimafreundliche Industrie.
In der Kategorie „Young Talent“ wurde Rene Baumann von AEE Intec ausgezeichnet. Sein Fokus liegt auf der Integration erneuerbarer Energien und der Optimierung industrieller Prozesse, womit er zur Entwicklung effizienter Energiesystemlösungen beiträgt.
Die Net-Zero Industries Mission ist Teil der globalen Initiative „Mission Innovation“ und wird seit 2022 gemeinsam von Österreich und Australien geleitet. Ziel ist es, durch internationale Zusammenarbeit und gezielte Förderung von Forschung und Entwicklung den Übergang energieintensiver Industrien zur Klimaneutralität zu beschleunigen.
