Kategorie Mobilität - 16. März 2026

»Österreich unterwegs« – Bundesweite Studie untersucht Mobilitätsverhalten

Wie bewegen sich Menschen in Österreich im Alltag fort? Welche Verkehrsmittel nutzen sie, und wie unterscheiden sich Wege je nach Region oder Lebenssituation? Antworten auf diese Fragen soll die neue bundesweite Mobilitätsstudie „Österreich unterwegs“ liefern. Die Erhebung startet im März 2026 und läuft rund ein Jahr. In diesem Zeitraum werden etwa 150.000 Haushalte in ganz Österreich eingeladen, freiwillig teilzunehmen.

Beauftragt wurde die Studie vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) gemeinsam mit den ÖBB und der ASFINAG. Ziel ist es, aktuelle und verlässliche Daten über das Mobilitätsverhalten der Bevölkerung zu gewinnen, um Verkehrsangebote und Infrastruktur künftig noch besser an die Bedürfnisse der Menschen anzupassen.

„Das Mobilitätsministerium sorgt dafür, dass das Mobilitätsangebot in Österreich immer am Puls der Zeit und optimal an die Bedürfnisse der Menschen angepasst bleibt. ‚Österreich unterwegs‘ liefert unentbehrliche Daten und Fakten, die als Grundlage für wichtige Entscheidungen und Maßnahmen dienen. Damit können wir den Verkehr nachhaltig steuern und die Mobilitätswende effektiv vorantreiben“, bekräftigt Bundesminister Peter Hanke die hohe Bedeutung der Studie.

Auch im Ministerium wird die Untersuchung als wichtige Grundlage für zukünftige Planungen gesehen. „Mit ‚Österreich unterwegs‘ schaffen wir eine neue Datengrundlage für sämtliche Mobilitäts- und Infrastrukturplanungen in Österreich und ermöglichen vertiefende Analysen etwa zu Genderfragen in der Alltagsmobilität“, erklärt Sektionsleiterin Cornelia Breuß.

Für die Studie werden Einwohnerinnen und Einwohner zufällig aus dem Zentralen Melderegister ausgewählt. Die ausgewählten Haushalte verteilen sich auf Gemeinden in ganz Österreich. Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten für die Erhebung ein Smartphone, mit dem an einem festgelegten Tag sämtliche Wege per freiwilligem GPS-Tracking aufgezeichnet werden. Ergänzend werden in einem persönlichen Gespräch weitere Informationen erhoben, etwa zur Haushaltsgröße, zu verfügbaren Verkehrsmitteln sowie zu soziodemografischen Merkmalen.

Durch die Kombination dieser Methoden entstehen umfassende Datensätze zum tatsächlichen Verkehrsverhalten der Bevölkerung. Die große Stichprobe ermöglicht zudem differenzierte Auswertungen, etwa Vergleiche zwischen Bundesländern, unterschiedlichen Raumtypen oder verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.

Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Mobilitätsforschung und für zentrale Verkehrsmodelle des Bundes, darunter das Verkehrsmodell Österreich sowie die Verkehrsprognose Österreich 2040+. Auch international können die Daten als Referenz für Analysen und Planungen im Verkehrsbereich genutzt werden.

Nach Abschluss der Erhebung werden die Daten gewichtet, hochgerechnet und ausgewertet. Die Ergebnisse werden in Form eines Berichts veröffentlicht. Dabei werden alle Informationen anonymisiert, sodass keine Rückschlüsse auf einzelne Personen oder Haushalte möglich sind. Zusätzlich sollen anonymisierte Datensätze öffentlich zugänglich gemacht werden, während weitergehend aufbereitete Datensätze für wissenschaftliche Einrichtungen im Rahmen von Forschung und Planung bereitgestellt werden.