Kategorie Mobilität - 17. März 2026
Umweltfreundlicher Regionalverkehr: Neue Akku-Züge für Niederösterreich
Die Modernisierung des Regionalbahnverkehrs in Niederösterreich schreitet weiter voran: Mit der Bestellung von sieben zusätzlichen Akkutriebzügen setzen die ÖBB gemeinsam mit Bund und Land einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundlicher Mobilität. Die neuen Fahrzeuge vom Typ Cityjet FLIRT Akku sollen ab dem Fahrplan 2028/2029 auf nicht elektrifizierten Regionalstrecken zum Einsatz kommen und dort schrittweise ältere Dieseltriebwagen ersetzen.
Die Züge werden im Rahmen eines bestehenden Vertrags mit dem Hersteller Stadler beschafft. Insgesamt können über diesen Rahmenvertrag bis zu 120 Akkutriebzüge abgerufen werden. Mit den nun bestellten sieben Fahrzeugen wird die bereits begonnene Flottenerneuerung fortgesetzt. Zuvor wurden schon 16 dieser Züge geordert.
Für Fahrgäste bedeutet die Umstellung vor allem mehr Komfort und ein moderneres Angebot. Die dreiteiligen Garnituren bieten jeweils über 160 Sitzplätze, barrierefreie Einstiege, Klimatisierung sowie Mehrzweckbereiche für Fahrräder, Kinderwägen und Rollstühle. Auch Steckdosen, USB-Anschlüsse und ein zeitgemäßes Fahrgastinformationssystem gehören zur Ausstattung.
Technologisch setzen die neuen Cityjets auf einen kombinierten Betrieb: Unter Oberleitungen beziehen sie Strom direkt aus dem Netz, während auf nicht elektrifizierten Strecken leistungsstarke Batterien zum Einsatz kommen. Diese werden während der Fahrt oder an Endbahnhöfen geladen, sodass ein durchgehend elektrischer Betrieb ohne Diesel möglich ist.
Neben dem höheren Komfort steht vor allem der Umweltaspekt im Fokus. Durch den Einsatz der Akkutriebzüge können jährlich rund 500.000 Liter Diesel eingespart und der CO₂-Ausstoß um etwa 1.200 Tonnen reduziert werden. Damit leisten die neuen Züge einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Regionalverkehrs.
Die Investition in die sieben zusätzlichen Fahrzeuge beläuft sich auf rund 63 Millionen Euro und wird von der ÖBB-Personenverkehr AG getragen. Die Finanzierung der Verkehrsdienste erfolgt dabei überwiegend durch den Bund, während das Land Niederösterreich einen Anteil übernimmt.
„Mit dieser Investition steigern wir den Fahrkomfort auf den Regionalbahnen erheblich und dekarbonisieren Schritt für Schritt den Regionalverkehr“, beschreibt Mobilitätsminister Peter Hanke die Bedeutung des Projekts. „Der Betrieb mit Akku-Zügen anstelle von Dieseltriebwagen reduziert den CO2-Ausstoß pro Jahr um rund 1.200 Tonnen und spart eine halbe Million Liter Diesel ein.“
Mit der schrittweisen Einführung der neuen Fahrzeuge bis 2029 soll der Regionalverkehr in Niederösterreich insgesamt deutlich attraktiver, leiser und klimafreundlicher werden.

