24. September 2026
Vergleich: Während Spritpreise auf Rekordhöhen klettern, sind E-Ladepreise sogar gesunken
Hanke: „Betriebskosten für E-Autos stabiler und günstiger“ – E-Mobilität fördert Unabhängigkeit von Ölstaaten und schont die Geldbörse. Verbraucher können mit Vielfahrer-Ladetarif im Vergleich zum Diesel rund 6,70€ auf 100 km sparen.
Tanken wird infolge immer wiederkehrender Ölpreisschocks durch den Iran-Krieg immer teurer, während die Preise für öffentliches Laden von E-Autos seit Jahresbeginn konstant oder teilweise sogar gesunken sind. Das zeigt ein aktueller Vergleich der AustriaTech auf Basis der E-Control. Mitte September (Stand 16.9.) kostete ein Liter Diesel bereits rund 2,27 Euro – rund 57 Prozent mehr als zu Jahresbeginn. Super 95 kostete rund 1,96 Euro und damit rund 39 Prozent mehr als im Jänner.
Bei den Preisen für öffentliches Schnellladen zeigt sich dagegen ein anderes Bild: Eine Kilowattstunde kostet beim spontanen Laden ohne Vertrag derzeit im Durchschnitt rund 66 Cent. Das sind rund sechs Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Laut Berechnungen der AustriaTech können Verbraucher im Vergleich zum Diesel mit einem Vielfahrer-Ladetarif auf 100 km rund 6,70 Euro sparen.
„E-Mobilität ist in Österreich angekommen. Fast jedes dritte neu zugelassene Auto ist mittlerweile rein elektrisch. Und das hat auch einen ganz konkreten Vorteil für die Geldbörse: Während die Preise für Benzin und Diesel stark schwanken und von internationalen Verwerfungen betroffen sind, sind die Preise fürs Laden seit Jahresbeginn konstant und teilweise sogar gesunken“, so Mobilitätsminister Peter Hanke. Wer heute ein Auto kauft, solle deshalb auch die laufenden Kosten berücksichtigen. „E-Mobilität macht uns unabhängiger von Ölimporten – und kann gleichzeitig das Bankkonto schonen“, so Hanke.
Laden mit Tarif und App deutlich unter Verbrenner-Niveau
Wie groß der Unterschied bei den täglichen Kosten tatsächlich ist, zeigt ein einfacher Vergleich: Wer 100 Kilometer fährt, bezahlt mit einem Diesel-Pkw derzeit rund 14,53 Euro für den Treibstoff. Bei einem Benziner sind es rund 13,13 Euro. Ein E-Pkw kommt beim spontanen öffentlichen Schnellladen ohne Vertrag oder App auf rund 13,20 Euro für 100 Kilometer. Damit liegt selbst das Ad-hoc-Laden (die teuerste Lade-Variante) bereits unter den aktuellen Diesel-Kosten und praktisch auf dem Niveau von Benzin.

Berechnungsgrundlage: 6,4 Liter Diesel, 6,7 Liter Super 95 bzw. 20 kWh Strom pro 100 Kilometer. Preisstand 16. September 2026: Diesel 2,27 Euro/Liter, Super 95 1,96 Euro/Liter, HPC-Ad-hoc-Laden 0,66 Euro/kWh. Bei App- und Tariftarifen handelt es sich um durchschnittliche Annahmen; tatsächliche Preise können je nach Anbieter und Tarif variieren.
Noch deutlicher wird der Kostenvorteil, wenn beim öffentlichen Laden ein Tarif oder eine App genutzt wird. Bei einem durchschnittlichen App-Preis von rund 0,49 Euro pro Kilowattstunde (kWh) sinken die Energiekosten eines E-Pkw auf rund 9,80 Euro pro 100 Kilometer. Mit einem günstigen Vielfahrer-Tarif von rund 0,39 Euro pro Kilowattstunde (exkl. Monatliche Grundgebühr) sind es sogar nur rund 7,80 Euro pro 100 Kilometer. Damit kostet die Fahrt mit dem E-Auto bei einem Ladetarif von 0,39 Euro pro kWh auf 100 Kilometer rund 6,70 Euro weniger als mit Diesel.
Seit Jänner: Spritpreise schwanken massiv – Ladepreise deutlich weniger
Auch die Entwicklung seit Jahresbeginn zeigt einen klaren Unterschied: Diesel ist zeitweise beziehungsweise aktuell um rund 57 Prozent teurer geworden, Super 95 um rund 39 Prozent. Der durchschnittliche Preis für öffentliches Schnellladen ohne Tarif bzw. mit Kartenzahlung liegt hingegen rund sechs Prozent unter dem Niveau zu Jahresbeginn.
Für Haushalte und Unternehmen bedeutet das einen wichtigen Unterschied bei der Planbarkeit der Mobilitätskosten. Während fossile Treibstoffe stark von internationalen Entwicklungen und den Rohölpreisen abhängig sind, können E-Autofahrerinnen und E-Autofahrer ihre Ladekosten mit entsprechenden Tarifen deutlich besser kalkulieren.
Fast jedes dritte neuzugelassene Auto batteriebetrieben
Auch bei den Neuzulassungen setzt sich der Trend zur Elektromobilität fort. Im August 2026 erreichte der Anteil rein batterieelektrischer Pkw mit 29 Prozent einen neuen Rekordwert. Damit hat sich der Anteil innerhalb eines Jahres deutlich erhöht: Im August 2025 lag er noch bei rund 20 Prozent. Parallel wächst die Ladeinfrastruktur: Im August 2026 wurde mit 40.000 öffentlichen Ladepunkten ein wichtiger Schwellenwert überschritten. Im August 2025 waren es noch rund 32.000 öffentliche Ladepunkte.
Fast jedes dritte neu zugelassene Auto war im August 2026 rein elektrisch. Damit erreichte der Anteil vollelektrischer Pkw an den Neuzulassungen einen neuen Höchstwert.
— Bundesministerium für Innovation, Mobilität & Infrastruktur (@bmimi.gv.at) 11. September 2026 um 11:24
„Die Zahlen zeigen, dass E-Mobilität längst kein Nischenthema mehr ist. Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein E-Auto – und gleichzeitig wächst die Ladeinfrastruktur. Wer heute die Gesamtkosten betrachtet, sieht: E-Autos werden im täglichen Betrieb immer attraktiver“, so Hanke.
Neben neuen Rekordzahlen der #eMobility wurde im August übrigens noch ein weiterer Meilenstein erreicht: mit 40.000 öffentlichen Ladepunkten konnte ein wichtiger Schwellenwert überschritten werden. Österreich verfügt im intl Vergleich über eines der leistungsstärksten öffentlichen Ladenetze.
— Bundesministerium für Innovation, Mobilität & Infrastruktur (@bmimi.gv.at) 18. September 2026 um 07:58

