Kategorie Innovation & Technologie - Vor 32 Stunden

Zero Emission Mobility plus 2026: Vier Millionen Euro für klimafreundliche Mobilitätslösungen

Der Klima- und Energiefonds startet das Förderprogramm „Zero Emission Mobility plus 2026“. Mit einem Fördervolumen von vier Millionen Euro werden innovative Mobilitätstechnologien und integrierte Lösungen unterstützt. Im Mittelpunkt stehen die Überführung von Forschungsergebnissen in die Praxis, die Stärkung der heimischen Wertschöpfung und die Sicherung von Arbeitsplätzen in Österreich.

Mit dem Förderprogramm „Zero Emission Mobility plus 2026“ sollen innovative Technologien und Lösungen für ein klimafreundliches, leistbares und effizientes Mobilitätssystem entwickelt und demonstriert werden. Dafür stellt der Klima- und Energiefonds vier Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) zur Verfügung.

Ziel des Programms ist es, die Lücke zwischen Forschung und Markteinführung zu schließen und die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen zu stärken. Die Mobilitätswende soll damit nicht nur zur Erreichung der Klimaziele beitragen, sondern auch die industrielle Innovationskraft und die Wertschöpfung am Wirtschaftsstandort Österreich fördern.

Forschung und Innovation für die Mobilitätswende

Die Transformation des Mobilitätssystems erfordert ein Zusammenspiel unterschiedlicher Verkehrsmittel und Infrastrukturen. Neben Elektro-Pkw, E-Bussen und elektrischen Nutzfahrzeugen sind auch die Bahn, Fahrräder, E-Scooter sowie intelligente Stromnetze und eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur von Bedeutung.

Ein wesentlicher Ansatz besteht darin, Verkehr möglichst zu vermeiden, fossil betriebene Fahrzeuge durch emissionsfreie Alternativen zu ersetzen und den individuellen Pkw-Besitz durch attraktive Mobilitätsangebote, etwa Sharing-Modelle, teilweise überflüssig zu machen. Auch die Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Förderung des Fuß- und Radverkehrs sind zentrale Bestandteile eines nachhaltigen Mobilitätssystems. Die benötigte Energie soll dabei aus erneuerbaren Quellen stammen.

Förderfähig sind marktnahe Forschungs- & Entwicklungsprojekte

Die Ausschreibung richtet sich an Unternehmen und Forschungseinrichtungen. Gefördert werden kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Demonstrationsanteil, die technische Innovationen mit konkreten Anwendungsmöglichkeiten und Marktpotenzial verbinden.

Im Fokus stehen emissionsfreie Fahrzeuge, die erforderliche Lade- und Betankungsinfrastruktur sowie integrierte systemische Lösungen. Neben der Zusammenarbeit mit internationalen Lieferanten und Kunden ist auch die Einbindung österreichischer Klein- und Mittelunternehmen sowie von Start-ups vorgesehen.

Der Förderansatz ist innerhalb des angestrebten Dekarbonisierungspfads technologieneutral. Berücksichtigt werden Fahrzeuge mit ausschließlich lokal emissionsfreien Fahranteilen. Dazu zählen batterieelektrische Fahrzeuge (BEV), Brennstoffzellenfahrzeuge (FCEV) und Wasserstoffverbrenner (HICEV).

Schwerpunkt Ladeinfrastruktur im Bestandswohnbau

Ein besonderer Schwerpunkt der Ausschreibung 2026 liegt auf Lösungen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur in bestehenden Wohngebäuden. Damit soll ein wesentliches Hindernis für den breiten Umstieg auf Elektromobilität adressiert werden. Innovative Ansätze sollen dazu beitragen, die Voraussetzungen für das Laden von Elektrofahrzeugen im Wohnumfeld zu verbessern.

Die Förderung soll dazu beitragen, neue Technologien schneller in die praktische Anwendung zu bringen und zusätzliche wirtschaftliche Potenziale zu erschließen. Gleichzeitig sollen Arbeitsplätze geschaffen und gesichert sowie österreichische Unternehmen stärker in internationale Wertschöpfungsketten eingebunden werden.

 „Zero-Emission-Technologien sind volkswirtschaftlich wichtig für Österreich. Als eines der neun Stärkefelder der Industriestrategie Österreich 2035 leisten Mobilitätstechnologien einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unserer industriellen Innovationskraft, der heimischen Wertschöpfung und der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Insbesondere im Bereich der E-Mobilität, die wir mit eMove-AUSTRIA unterstützen, eröffnen sich (Export-) Chancen für österreichische Unternehmen bzw. den Standort Österreich. Mit Zero Emission Mobility plus unterstützen wir gemeinsam mit dem Klima- und Energiefonds Innovationen und stärken Österreichs Position in internationalen Wertschöpfungsketten“, so Mobilitätsminister Peter Hanke.

Auch Bernd Vogl, Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds, hebt die Bedeutung der Verbindung von Forschung und praktischer Anwendung hervor, „damit wir innovative Technologien zeitnah umgesetzen können und Wertschöpfung in Österreich schaffen“.

Einreichfrist & weitere Informationen

Die Ausschreibung „Zero Emission Mobility plus 2026“ startet am 21. Oktober 2026. Projektanträge können bis 10. Februar 2027, 12:00 Uhr, eingereicht werden.

Weitere Informationen zur Ausschreibung, zu den Förderbedingungen und zur Antragstellung sind auf der Website des Klima- und Energiefonds verfügbar: