Kategorie Mobilität - 16. Februar 2026
Gemeinsam Gehen: Auch 2026 ruft die Ökumene zum Autofasten
Die katholischen und evangelischen Umweltbeauftragten laden mit der Aktion Autofasten erneut dazu ein, das eigene Mobilitätsverhalten zu überdenken und klimafreundliche Alternativen auszuprobieren. Unter dem Motto „Fair zu Fuß unterwegs“ steht der bewusste Verzicht auf das Auto – besonders in der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Karsamstag (18. Februar bis 4. April) – im Mittelpunkt.
Der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl betont die positive Wirkung des Verzichts: Weniger Stau, mehr Bewegung und ein Gewinn für Gesundheit und Umwelt. Auch Sven Pöllauer von den ÖBB unterstreicht die Bedeutung öffentlicher Verkehrsmittel als Alternative zum Auto.
Der Handlungsbedarf ist groß: Die CO₂-Emissionen des Straßenverkehrs liegen weiterhin rund 50 Prozent über dem Niveau von 1990. Autofasten, das seit über 20 Jahren besteht, setzt hier an und motiviert zu aktiver Mobilität wie Gehen, Radfahren oder der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel. Unterstützt wird die Initiative von klimaaktiv mobil, der Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI).

v.l.n.r.: Frau DIin Dr.in Wiebke Unbehaun, Leiterin der Abteilung Aktive Mobilität und Mobilitätmanagement im BMIMI, Erzbischof Josef Grünwidl, Klemens Lesigang, Vorsitzender der Kath. Jugend Österreichs, Ulla Rasmussen MSc, Geschäftsführerin des VCÖ, Markus Gerhartinger, Sprecher der kath. und evang. kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs, Herrn Sven Pöllauer Leiter der PR und Marketing Abteilung der ÖBB Personalverkehr AG, Jakob Lissy, B.A., Klimaschutzreferent der evang. Kirche Österreichs, Robert Brünner von den JUFA Hotels )
„Aktive Mobilität stärkt die Gesundheit, reduziert Lärm und Abgase und schont das Haushaltsbudget“, so Wiebke Unbehaun, Leiterin der Abteilung Aktive Mobilität und Mobilitätmanagement im BMIMI. Superintendent Matthias Geist verweist zudem auf das seelsorgliche Konzept des „walk and talk“: Wer bewusst zu Fuß geht, gewinnt Lebensqualität und neue Perspektiven.
Neu 2026: Zu-Fuß-Geh-Sonntag & #1kmzufuss-Challenge
Erstmals findet am 15. März 2026 der „Zu-Fuß-Geh-Sonntag“ statt. Gemeinden und Pfarren sind eingeladen, Alltagswege – etwa den Weg zur Kirche – bewusst gemeinsam zu Fuß zurückzulegen. Jede zehnte Autofahrt wäre laut Mobilitätsexpert:innen fußläufig gut machbar. Neu ist auch die Social-Media-Challenge #1kmzufuss: Teilnehmende gehen einen Kilometer zu Fuß, posten ein kurzes Video und nominieren weitere Personen.
Für jedes Video wird ein Euro für die Pflanzung eines Klimawandelanpassungsbaums gespendet. Wer das Startvideo teilt, nimmt an der Verlosung eines regionalen Klimatickets teil. Unterstützt wird die Aktion von der Katholische Jugend Österreichs. Ihr Sprecher Markus Gerhartinger betont: „Dabeisein ist alles – entscheidend ist das Engagement für die Umwelt.“
Spezielle Programme richten sich an Schulen und Senior:innen. Mitmachaktionen motivieren Schüler:innen, autofrei zur Schule zu kommen; neu ist die Möglichkeit, Förderungen für gemeinsame Baumpflanzungen zu bündeln. Für ältere Menschen gibt es begleitete Öffi-Schnupperangebote.
Die Kernbotschaft bleibt: Das Auto wann immer möglich stehen lassen – zum Schutz unserer Umwelt, für mehr Lebensqualität und für eine nachhaltige Mobilität, die allen guttut.
Weitere Informationen gibt es unter autofasten.at.
Erster Österreichischer Fußverkehrsgipfel macht mobil fürs Gehen
