Kategorie Mobilität - 13. Mai 2026
eMOVE Austria treibt E-Mobilität im Schwerverkehr voran
Mit dem Förderprogramm eMOVE Austria unterstützt das Mobilitätsministerium (BMIMI) Unternehmen beim Umstieg auf emissionsfreie Nutzfahrzeuge. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Brau Union Österreich: Das Unternehmen erhält für die Anschaffung von insgesamt 24 E-Lkw eine Förderung in Höhe von rund 4,2 Millionen Euro. Acht der Fahrzeuge sind bereits am Standort Schwechat im Einsatz.
Von dort aus werden seit Ende 2025 Kund:innen in Wien und Umgebung elektrisch beliefert. Nach Angaben des Unternehmens werden inzwischen rund ein Viertel der täglichen Auslieferungen vom Lager Schwechat mit E-Lkw durchgeführt. Auch die Ladeinfrastruktur wurde ausgebaut, geladen wird ausschließlich mit erneuerbarem Strom aus Österreich.

Lokalaugenschein in Wien (v. l.): Christoph Klade, Logistics Sustainability Consultant, Martina Prucha, Sustainability Manager, Mobilitätsminister Peter Hanke und Othmar Tantscher, Manager Customer Service & National Logistics © BMIMI/Holzer
Mobilitätsminister Peter Hanke betonte die Bedeutung der Förderung für die Mobilitätswende: „Ich freue mich, dass zahlreiche Betriebe in Österreich den Weg zur E-Mobilität auch im Schwerverkehr beschreiten. Im Zuge unseres Programms eMOVE Austria konnten wir die Brauunion bei ihrer Anschaffung von 24 E-LKW mit rund 4,2 Mio. Euro unterstützen. Das ist ein klares Signal dieser Bundesregierung für die Mobilitätswende und auch der Beweis dafür, dass E-Mobilität im Nutzfahrzeugbereich angekommen ist!“ Die restlichen 16 geförderten E-Lkw der Brau Union sollen in den kommenden Monaten an mehreren Standorten in Österreich in Betrieb gehen und die emissionsfreie Logistik weiter ausbauen.
Besonders in Wien sind immer mehr Unternehmen mit emissionsfreien Gefährten unterwegs. „Zero Emission Transport“ heißt die Initiative, bei der inzwischen 50 Unternehmen auch mit den eMove-Austria-Förderungen auf emissionsfreie Transporte in den inneren Stadtbezirken setzen. Seit dem Start des Projekts im Juni 2024 wurden laut Stadt Wien bereits mehr als fünf Millionen Kilometer emissionsfrei zurückgelegt und mehrere tausend Tonnen CO2 eingespart.
Neben der Brau Union bauen auch andere Unternehmen ihre E-Flotten schrittweise aus. So setzt das Entsorgungsunternehmen Saubermacher bereits elektrisch betriebene Müllfahrzeuge ein. Auch Ankerbrot arbeitet an der Elektrifizierung seines Fuhrparks, sieht derzeit aber noch technische Grenzen bei elektrisch betriebenen Kühl-Lkw für längere Strecken. Die Umstellung des gesamten Anker-Fuhrparks soll darum erst 2035 vollzogen werden. Auch der Baukonzern Porr beteiligt sich an der Initiative und arbeitet daran, Transporte zu reduzieren sowie alternative Antriebe im Fuhrpark einzusetzen, sieht jedoch noch Herausforderungen bei der Verfügbarkeit großer elektrischer Baumaschinen.
Mit Unterstützung von eMOVE Austria wird so in der Praxis deutlich, dass klimafreundliche Mobilität im Wirtschaftsverkehr nicht mehr nur ein Zukunftsthema ist, sondern schon heute im Alltag funktioniert.
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