25. Februar 2026
FTI-Pakt für die Jahre 2027 bis 2029 beschlossen
Forschung, Technologie und Innovation als Motor für den Wirtschafsstandort Österreich – Pakt mit Fördervolumen von rund 5,5 Milliarden Euro
Die Bundesregierung hat in der Sitzung des Ministerrats am 24. Februar 2026 den Forschungs-, Technologie- und Innovationspakt (FTI-Pakt) für die Jahre 2027 bis 2029 beschlossen. Der FTI-Pakt ist in die Strategie der Bundesregierung für Forschung, Technologie und Innovation (FTI-Strategie 2030) eingebettet und dient der Umsetzung der darin formulierten Ziele. Nach dem ersten und zweiten Pakt für die Jahre 2021 bis 2026 werden im nunmehr dritten FTI-Pakt wiederum strategische Schwerpunkte und Maßnahmen zur Zielerreichung festgeschrieben.
Der Pakt 2027 – 2029 umfasst ein Gesamtvolumen von rund 5,5 Milliarden Euro. Für den Bereich der angewandten Forschung werden begleitend im Jahr 2026 zusätzliche Mittel durch Umschichtungen bereitgestellt, sodass sich eine Gesamtsumme von rund 5,6 Milliarden Euro an Förderungen ergibt.
Der FTI-Pakt gewährleistet im Bundeshaushalt nun solide Rahmenbedingungen für Forschung, Technologie und Innovation und ist in seiner Ausgestaltung ein kraftvolles Zeichen für Österreichs Zukunft. „Mit rund 1,7 Mrd. Euro stellt das BMIMI dabei am meisten Mittel für die angewandte Forschung zur Verfügung. Nun gilt es rasch zu handeln. Daher habe ich in meinem Ministerium bereits die Umsetzung eines Offensivpakets für Forschung, Innovation und Technologie aufgenommen“, erklärt Innovationsminister Peter Hanke.
Dieses ist eng auf die Ziele der Industriestrategie ausgerichtet und stützt sich auf die Umsetzung einer Schlüsseltechnologie-Offensive und der gezielten Förderung von Bereichen mit besonders hohem Innovations- und Wertschöpfungspotenzial.
Die österreichische Industriestrategie stelle unter anderem den Anspruch, dass Österreich wieder zu den Top-10 Industrienationen dieser Welt aufschließt, dass der BIP-Anteil der industriellen Wertschöpfung von 16 auf 20 Prozent steigt und dass die Industrie in Österreich wieder wachsen kann. Der FTI-Pakt sei daher eine wesentliche Umsetzungsmaßnahme der Industriestrategie – auch wenn nach wie vor die Budgetkonsolidierung eine klare Notwendigkeit sei.
„Mit der Industriestrategie und dem FTI-Pakt haben wir den Rahmen aufgespannt, um den Forschungs- und Innovationsstandort Österreich gezielt zu stärken. Das ist nicht nur gut investiertes Geld, sondern gibt Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Investoren auch Planungssicherheit und Zukunftsperspektiven. Nun geht es darum, rasch in die Umsetzung zu kommen“, unterstreicht Hanke. Erste konkrete Beispiele dafür sind der erhöhte Beitrag Österreichs zur ESA oder die Inbetriebnahme der AI Factory AI:AT zur Stärkung des heimischen KI-Ökosystems. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Transformations-Offensive, für die das BMIMI bis 2029 rund 600 Mio. Euro investiert. Dazu zählen auch viele Maßnahmen zur CO2-Reduktion in der Industrie sowie zur industriellen Energiewende.
Der Pakt finanziert insgesamt elf Institutionen aus drei Ressorts und setzt thematische Schwerpunkte in den Bereichen Umwelt, Gesundheit, Technologie und Gesellschaft. Darunter sind etwa auch die Geosphere Austria mit ihren Arbeit an präzisen Wetter- und Klimadaten, die Ludwig Boltzmann Gesellschaft mit wegweisender Krebsforschung sowie die Österreichische Akademie der Wissenschaften, die sich neben vielen Feldern auch im Bereich Künstlicher Intelligenz hervortut.
