16. März 2026
Quanteninnovationen nehmen in Österreich weiter Fahrt auf
In der Industriestrategie 2035 hat die Österreichische Bundesregierung erstmals neun Schlüsseltechnologien und Stärkefelder definiert, in denen Österreich bereits Weltspitze ist oder das Potential hat, dazu aufzusteigen. Der Bereich Quanten und Photonik ist hier ein herausragendes Beispiel.
“Mit der Industriestrategie haben wir klar definiert, wo wir künftig Schwerpunkte setzen, welche Technologiefelder gefördert werden und so den Forschungseinrichtungen und Unternehmen Planungs- und Investitionssicherheit zu geben”, so Innovationsminister Peter Hanke.
Dieser Anstoß wird offensichtlich angenommen, wie die aktuelle Botschaft aus Wien zur Ansiedlung eines Quantenzentrums und entsprechende Erfolgsberichte aus Innsbruck belegen. Bei seinem Besuch bei den Innsbrucker Start-ups und Parity QC überzeugte sich Innovationsminister Hanke kürzlich selbst vor Ort über das enorme Potential österreichischen Know-hows im Bereich Quanten: “In unserem Land hat sich ein hochinnovatives Ökosystem angesiedelt, das universitäre Grundlagenforschung mit angewandter Forschung und der Entwicklung kommerzieller Anwendungen verbindet”, so Hanke.
AQT ist spezialisiert auf Quantenrechner, die auf Ionenfallentechnologie basieren und bereits in Polen und Deutschland angeschafft wurden. Und Parity QC vermarktet weltweit eine proprietäre Quantencomputerarchitektur, die mit allen technologischen Ansätzen für den Aufbau von Quantenrechner kompatibel ist.
Im Vorjahr sandte ein Team der Uni Wien den weltweit ersten Quantenprozessor ins Weltall. Das Wiener Quanten-Startup zerothird geht im Bereich der Verschlüsselungstechnologien, die auf Quantenkryptografie basieren, neue Wege. Und Innsbruck ist die zentrale Anlaufstelle für Quantum Computing und deren Anwendung.
“All das zeigt die hohe Dynamik, die derzeit im Bereich Quanten herrscht. Die vorgestellten Pläne der Stadt Wien für eine neues Quantenzentrum sind ein neuer wichtiger Beitrag zum weiteren Wachsen des heimischen Quantenökosystems”, sieht Hanke erwartungsvoll in die Quantenzukunft.

