9. April 2026
Neue Studie belegt starke Standort-Effekte der ÖBB-Verbindungen zum Flughafen Wien
Die Anbindung des Flughafens Wien an das Bahnnetz der ÖBB entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Erfolgsfaktor für Mobilität, Wirtschaft und Klimaschutz in Österreich. Das zeigt eine aktuelle Studie, die heute unter anderem von Mobilitätsminister Peter Hanke bei einer Pressekonferenz im Tower des Flughafens Wien präsentiert wurde. Gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Arthur D. Little erarbeitet, beleuchtet die volkswirtschaftliche Studie die Bedeutung integrierter Verkehrsangebote und deren Auswirkungen auf den Standort Österreich.
Die Zahlen unterstreichen die Dynamik deutlich: Im Jahr 2025 nutzten rund 10,5 Millionen Menschen die Bahn für ihre Anreise zum Flughafen – ein Plus von etwa 70 Prozent seit Einführung der Railjet-Verbindung Ende 2014. Mittlerweile reisen 40 Prozent aller Passagiere mit Angeboten der ÖBB an. Darüber hinaus generiert die Anbindung jährlich rund 15,7 Millionen Euro zusätzliche Wertschöpfung, schafft Arbeitsplätze und reduziert den CO₂-Ausstoß um etwa 29.000 Tonnen pro Jahr.
Bundesminister Peter Hanke betonte die strategische Bedeutung dieser Entwicklung: „Die Zahlen sprechen für sich: Seit 2014 reisen mittlerweile 70 Prozent mehr Menschen mit ÖBB-Angeboten zum Flughafen an, heute sprechen wir von einem ÖBB-Anteil von 40 Prozent. Erfolgreiche Mobilität entsteht, wenn wir Verkehrsträger gemeinsam denken. Die Verknüpfung von Bahn und Luftverkehr stärkt internationale Erreichbarkeit, schafft Wertschöpfung und macht unseren Standort nachhaltig und zukunftsfit.“
47 Prozent der Wienerinnen und Wiener reisen bereits mit den verschiedenen Bahnangeboten zum Flughafen. Damit wird nicht nur die Erreichbarkeit verbessert, sondern auch die Rolle Wiens als internationaler Hub und damit auch zentrale Bereiche wie Tourismus, Handel, Gastronomie und Dienstleistungen gestärkt.
Sabine Stock, Vorständin der ÖBB-Personenverkehr AG, ordnete die Ergebnisse der Studie ein: „Die Zahlen zeigen eindeutig: Die ÖBB-Anbindungen sind weit mehr als ein Verkehrsangebot; sie sind ein zentraler Bestandteil eines funktionierenden Gesamtsystems. Sie verbinden Regionen direkt mit internationalen Märkten und leisten gleichzeitig einen messbaren Beitrag zu Wirtschaft, Beschäftigung und Klimaschutz.“
Besonders dynamisch entwickelte sich der Railjet als zentrale Verbindung: Seit seiner Einführung stieg die Zahl der Fahrgäste von rund 400.000 im ersten Jahr auf 3,4 Millionen. Das entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 27 Prozent. Gleichzeitig konnte das Einzugsgebiet des Flughafens deutlich erweitert werden. Allein aus Salzburg und Oberösterreich kamen seit Einführung der Railjet-Anbindung mehr als 300.000 zusätzliche Passagiere.
„Ein internationaler Hub kann nur dann erfolgreich sein, wenn er hervorragend erreichbar ist. Die ÖBB-Anbindungen sind dafür ein zentraler Baustein und ein verlässlicher Partner für die nachhaltige Weiterentwicklung des Flughafens“, so Michael Zach, Senior Vice President der Flughafen Wien AG.
Auch der Blick in die Zukunft fällt positiv aus. Insbesondere durch die Entwicklungen entlang der Südstrecke im Zuge der Koralmbahn zeichnen sich zusätzliche Wachstumspotenziale ab. Erste Zahlen zeigen eine steigende Nachfrage aus Kärnten und der Steiermark. Gleichzeitig wird das Angebot weiter ausgebaut – unter anderem mit neuen Busverbindungen in die Wiener Innenstadt, die noch in diesem Jahr starten sollen.
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